Loslassen

Wenn Freundschaften sich wandeln

Loslassen „eigentlich“ die einfachste Sache der Welt. Und doch tun wir Menschen uns damit häufig schwer. Besonders dann, wenn Umstände und Freundschaften sich verändern, wandeln und losgelassen werden wollen. In dieser Folge unterhalte ich mich mit der Fotografin Juliane Wanhoff darüber, wie es bei ihr ums „Loslassen“ bestellt ist und wie schwer oder leicht sie es damit hat.

 

 

Wir sprechen darüber, wie sie auch schon unfreiwillig dazu gezwungen wurden, einen Freund, eine Freundin loszulassen. Manchmal ging eine Reihe von Missverständnissen voraus oder der andere meldet sich einfach nicht mehr. Was auch immer der Auslöser gewesen war, es ist der Beginn des Loslassens.

Emotionen als Wegweiser

Loslassen statt festhalten

Es entfaltet sich eine spritzig leichte Unterhaltung und wir erzählen von unserem Wunsch zu bewahre, um am Ende doch loszulassen. Wäre der Mensch einem zuvor nicht einmal wichtig gewesen, wäre das Loslassen ja auch keine große Sache. So kann es passieren, dass man den anderen eher festhalten als ziehen lassen möchte.

Ein Ticket für den Loslasszug

Meist passiert das Loslassen nicht mit einem „Big-Bang“. Viel eher gleicht es einem Prozess. Denn oft wird gehofft, so unsere Beobachtung, dass die Person sich doch noch wieder meldet, und dass es weitergeht, mit den gemeinsamen Streifzügen durchs Leben. Geschieht das jedoch nicht, so hat Juliane für sich einen Weg gefunden, mit der Situation leichter umzugehen. Sie erzählt, wie sie den „Loslasszugs“ für sich entdeckt hat. Diese einfache mentale Methode hilft ihr, wieder frei zu werden und Platz für neue Begegnungen zu schaffen.

Wie war es für dich,

als sich das Ende einer langjährigen Freundschaft abzeichnete und du zum Loslassen aufgefordert wurdest? Auch wenn es anfänglich vielleicht schwer war, was hat es dir leichter gemacht loszulassen? Schreib uns deine Geschichte. Du bekommst auf jeden Fall eine Antwort, wenn du magst auch nur ganz persönlich für dich.

 

Diese Episoden könnten dich auch interessieren:

Explosionsgefahr – Was tun, wenn die Suppe des Alltags überkocht?

Achte auf deine Gedanken

Frühjahrsputz schafft Ordnung im Geist

Wohin mit meiner Wut?

Darf ich überhaupt wütend sein?

 

Wut wird von uns meist als Ungefühl abgetan. Viel zu oft wird sie unterdrückt. Schließlich gehört es sich nicht, sich lautstark zu äußern. Dabei ist Wut etwas ganz Gesundes und kann sehr klärend und reinigend sein. Sie zu unterdrücken ist keine gute Idee.

 

 

Auch entsteht sie meist nicht mit einem Bang, sondern sie baut sich allmählich auf. Eher zeigt sie sich anfänglich als Gereiztheit. Seinen Mitmenschen rechtzeitig ein Signal zu geben, dass eine emotionale Grenze erreicht ist, ist für mich eine Möglichkeit, es gar nicht erst bis zu einem Wutausbruch kommen zu lassen. Ist die Wut doch da, so ist es für Stefanie wichtig, sie zuzulassen. Auch gestehen Stefanie und ich uns ein, dass wir eher aus unserer emotionalen Mitte geraten, wenn wir körperlich angeschlagen sind, weil wir zu wenig geschlafen oder Hunger haben oder wir uns insgesamt kraftlos fühlen. Dann muss der Akku erst wieder aufgeladen werden.

Entlade deine Wut

Es gibt viele Möglichkeiten, die Wut rauszulassen. Für Stefanie ist das ganz wichtig, denn sonst bleibt sie in ihr drin und entlädt sie sich irgendwann unkontrolliert. Das kann dann viel heftiger sein, als wenn sie dem Gefühl unmittelbar Beachtung schenkt. So sprechen wir über Alltagssituationen, die uns wütend gemacht haben und über unssere unterschiedlichen Wege, wie wir unser Wutgefühl wieder loslassen konnten.

Wie gehst du mit deiner Wut um?

Was machst dich wütend und wie schaffst du es, wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen? Schreib uns gerne deine Wut-Geschichte.

Folgende Episoden könnten dich auch interessieren

Wie wäre es mal mit Nichtstun?

Gute Laune geht durch den Magen – Wie schmeckt eigentlich Glück?

Zeit haben – Luxus oder Langeweile?

Mut zur eigenen Wahrheit

Verletzlichkeit macht stark

Den Mut zu haben, die eigenen Überzeugungen und Ansichten auszusprechen, das tut uns in aller Regel gut. Dann stehen wir zu dem, was wir innerlich fühlen.

 

 

Wir verbiegen uns nicht. Doch wer kennt es nicht, sich selbst zurückzunehmen, nur um nicht anzuecken. Zur eigenen inneren Wahrheit zu stehen, bedarf Mut. Dieser Mut kann uns verletzlich machen. Doch wer den Mut hat, seine Wahrheit anderen mitzuteilen, öffnet auch den Raum dafür, dass

Mut zur eigenen Wahrheit

sich unsere Mitmenschen ihrerseits öffnen. So können wir leicht voneinander lernen.

Rationalität trifft auf Spiritualität

Stefanie hatte den Mut in einer Diskussionsrunde zum Thema Corona, bei der sie die einzige Frau war, zu ihrer inneren Wahrheit zu stehen. Obgleich die Männer eher wissenschaftlich argumentierten, blieb sie ganz bei sich und gab der Runde zu verstehen, dass dieses Virus aus ihrer Sicht auch eine spirituelle Lernaufgabe für uns mit sich bringt.

Mut schafft Raum für neue Möglichkeiten

Wer die eigene Wahrheit ausspricht steht zu sich und macht sich gleichzeitig auch verletzlich. Denn wir wissen nie, wie andere auf unsere Ansichten reagieren. Kommt Gegenwind auf, so ist es umso wichtiger, gelassen zu bleiben. Sich für die eigene Meinung zu rechtfertigen birgt ihre Tücken. Ich habe mich in so einer Situation auch schon mal wieder zurückgenommen, um nicht in eine Rechtfertigungsspirale oder gar in einem Streitgespräch zu enden. Auch haben wir beide schon die Erfahrung gemacht, dass der Mut zu unserer Wahrheit dazu geführt hat, dass auch unser Gegenüber den Mut aufbrachte, sich zu öffnen. Dies sind die Sternstunden für wundervolle Gespräche, in denen es vor wertvollen Impulsen nur so sprudelt.

Wie ist das bei dir?

Wo kannst du über mutig sein und zu deiner inneren Wahrheit stehen und damit die Welt bereichern? Schreibe uns deine Erfahrungen. Du bekommst auf jeden Fall eine Antwort. So hören oder lesen wir uns schon ganz bald wieder.

 

Folgende Episoden könnten dich auch interessieren

Raus aus der Komfortzone – rein ins pralle Leben

Zeit haben – Luxus oder Langeweile?

Immer sind andere schneller, besser, erfolgreicher als ich

 

Gewohnheiten mal erneuern

Und du machst neue Erfahrungen

 

 

Dieses Jahr ist schon ziemlich crazy. Unsere Gewohnheiten werden von einem „kleinen“ Virus quasi von heute auf morgen einfach mal eben auf den Kopf gestellt. Denn wer hätte je gedacht, dass Kindergärten und Schulen geschlossen werden? Oder viele über Wochen von zu Hause im sogenannten Homeoffice arbeiten? Sogar das Tragen von Mundschutzmasken beim Einkaufen ist inzwischen gelebter Alltag. Da bleibt es kaum aus, dass Tagesabläufe sich verändern und sich auch neue Gewohnheiten entwickeln.

Gewohntes immer mal wieder anders zu machen, hält uns geistig fit

 

So ist es spannend zu beobachten, wie anders es sich anfühlt, die Armbanduhr mal am anderen Handgelenk als sonst zu tragen. Oder wie wir uns neue orientieren, wenn wir in einem anderen Lebensmittelgeschäft unseren Einkauf erledigen. Gut, es braucht dann vielleicht etwas mehr Zeit. Doch manchmal schafft es auch die Möglichkeit, Neues zu entdecken. Es ist spannend zu beobachten, welche anderen Eindrücke sich zeigen, wenn wir die gewohnte Joggingstrecke oder Runde mit dem Hund einfach mal anders herum gehen als sonst.

 

Fahre mal wieder mit dem Rad

Eigentlich sind wir Menschen eher bequem

 

Wenn es irgendwie geht, dann ändern wir Gewohnheiten tendenziell nicht oder nur ungern. Aus diesem Grund haben Stefanie und ich es uns zur Gewohnheit gemacht, immer mal wieder unseren Alltag etwas zu variieren. Ich experimentiert gerne mit Essgewohnheiten. Dabei beobachte ich, dass sich damit auch der Geschmack verändern lässt. Stefanie nutzt nun mehr das Fahrrad, statt das Auto. Sie stellt fest, dass die zusätzlichen Sporteinheiten ihr gut tun. Auch entdeckt sie, dass sie leichter Abkürzungen fahren kann, als mit dem Auto. Neuentdeckungen und neue Erfahrungen lösen bei uns beiden oft sogar Glücksgefühle aus.

 

Wie ist das bei dir?

 

Schreibe uns, welche Gewohnheiten du verändert hast und was dadurch für dich anders wurde und vielleicht sogar besser und schöner. Wir freuen uns auf deine Geschichte und du bekommst auf jeden Fall eine Antwort.

 

Diese Episoden könnten dich auch interessieren:

 

Meditieren – Modewelle oder altes Weisheitswissen?

Brokkoli, Grünkohl & Co. – das schmeckt doch nicht

Explosionsgefahr – Was tun, wenn die Suppe des Alltags überkocht?

Bleib optimistisch, dir wird geholfen

Du machst und tust. Probierst Neues aus. Erfindest dich neu. Verlässt deine Komfortzone. Doch die erhofften Ergebnisse lassen auf sich warten. Solche Situationen sind zum Haareraufen. Da wird die Geduld ganz schön auf die Probe gestellt. Kennst du das auch? Genau dann optimistisch zu bleiben, ist  eine gute Idee.

 

 

 

Optimistisch bleiben hilft ruhiger zu werden

Bleib optimistisch

Stefanie als auch ich kennen solche Phasen. Wir sprechen in dieser Episode darüber, was uns dann geholfen hat, optimistisch zu bleiben oder es wieder zu werden. Dabei kann es durchaus helfen, den Frust oder den Ärger erst einmal aus sich raus zu lassen und konkret zu benennen, was genau uns stört. Das allein kann bereits sehr befreiend sein. Häufig kann der Frust dann leichter gehen, wenn er endlich angenommen wurde, statt ihn immer und immer wieder nur beiseite zu schieben. Auch kehrt dann oft eine Ruhe ein, die einen irgendwie sanfter werden lässt, so unsere Beobachtung. Mitunter lässt sich spüren, dass wir nicht alleine sind, obgleich niemand im Raum ist, und dass wir ganz sanft geführt werden. Solche Erfahrungen haben etwas Magisches.

 

Manchmal zeigt sich der Sinn erst viel später

Wer aufhört zu kämpfen und sich für diese unsichtbare Führung öffnet, kann Erstaunliches erleben. Es können sich neue Wege und Lösungen zeigen, an die zuvor nicht gedacht wurde. Mit dem Verstand ist es nicht immer zu verstehen, warum Situationen so sind, wie sie sind. Manchmal verstehen wir erst viel später den Sinn und sind dann sogar dankbar, dass alles genauso gekommen ist, wie es ist. Alles hat einen Sinn. Es ist ein Puzzlestein für das große Ganze, was wir im Leben erfahren. Wer diese Gedanken zulassen kann, bleibt leichter optimistisch.

Wenn du magst, dann schreib uns deine Geschichte, bei der du trotz aller Widrigkeiten optimistisch geblieben bist und sich eine unerwartete Lösung zeigte. Lass uns an deinen Erfahrungen teilhaben.

 

Folgende Episoden könnten dich auch interessieren:

Immer sind andere schneller, besser, erfolgreicher als ich

Wie wäre es mal mit Nichtstun?

Explosionsgefahr – Was tun, wenn die Suppe des Alltags überkocht?